Seitenanfang
 
www.journalistenakademie.de Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co. KG · Arnulfstraße 111-113 · 80634 München · Tel. (089) 167 51 06
| Mail an info@journalistenakademie.de | TOEFL | Blog | RSS | Link zur Twitter-Seite von Dr. Gabriele Hooffacker | Link zur Facebook-Seite der Journalistenakademie | Link zur Google plus-Seite der Journalistenakademie | Link zum Soundcloud-Channel der Journalistenakademie | Link zum Youtube-Kanal der Journalistenakademie | Buch bestellen | Seminar buchen
Sie sind hier: HomeWissenMediengespräche37. Mediengespräch Medien bauen Brücken
Ajeleth-Login Account Passwort

37. Mediengespräch zum 850. Stadtgeburtstag

Über Medien Brücken bauen

Unter dem Motto 'Medien bauen Brücken - oder auch nicht' haben Journalisten beim 37. Münchner Mediengespräch die Rolle von Migranten in den Medien diskutiert.

Horst Schmidt vom Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung eröffnete das 37. Mediengespräch

Horst Schmidt vom Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung eröffnete das 37. Mediengespräch

Sorgen Medien für Integration? fragte Moderatorin Gabriele Hooffacker. Der stellvertretende Lokalchef der Süddeutschen Zeitung Karl Forster bedauerte, dass seine Zeitung nicht alle gesellschaftlichen Schichten erreiche – vor allem diejenigen mit Migrationshintergrund nicht.
Ein Überfall auf einen älteren Mann in einer Münchener U-Bahn von zwei ausländischen Jugendlichen hatte im Dezember 2007 heftige Diskussionen ausgelöst. Sollen Medien bei solchen Straftaten die Nationalität der Beteiligten nennen? Ist sie überhaupt von Bedeutung, wenn diese Jugendliche in Deutschland geboren und aufgewachsen sind? Zeki Genc von MunihFM, der türkisch-deutschen Redaktion des Münchner Senders Radio Lora, kritisierte, dass durch diese Art der Berichterstattung Politik auf Kosten einer Generation gemacht werde. Über Missstände wie ein defizitäres Bildungssystem würde nicht berichtet.

Eine Frage der Bildung
Forster sagte, dass die Redakteure der SZ die Nationalität der Täter nennen, sofern ein Hintergrund zur Tat besteht. Gleichzeitig unterstrich er, dass einige Medien bewusst damit Politik machten. Sozialwissenschaftler seien zu der Erkenntnis gekommen, dass die türkische Population am wenigsten offen für die hiesige Gesellschaft sei. Daher gebe es Kommunikationsprobleme, so Forster. Das Problem in Deutschland sei ein Bildungsproblem.

Medien integrieren bei Handycaps
Wie die Integration von Menschen mit Handycap in den Medien aussieht, beschrieb Hans Helmreich, Leiter der Content-Redaktion von BR Online. Der Bayerische Rundfunk bietet nicht nur einen barrierefreien Online-Auftritt, sondern auch zahlreiche Angebote für Menschen mit Hör- oder Sehbehinderung.

Zeki Genc erwartet von der Zukunft keine Verbesserung der Lage

Zeki Genc erwartet von der Zukunft keine Verbesserung der Lage

In der anschließenden Fragerunde stellten sich die Medienvertreter kritischen Fragen aus dem Publikum. Dabei wurden einige Medienangebote genannt, die für Menschen mit Migrationshintergrund hilfreich sind, wie DEUTSCH KLASSE auf BR alpha, eine Serie in Verbindung mit einem Sprachkurs, oder COSMO TV, ein Integrationsmagazin des Westdeutschen Rundfunks.

Zu wenig türkisch sprechende Journalisten
Forster berichtete vom Versuch der Süddeutschen Zeitung, einige Seiten des Lokalteils an einem Tag in der Woche ins Türkische zu übersetzen. Dieses Vorhaben sei gescheitert, da es unter den türkischstämmigen Münchnern nicht publik gewesen sei. Auch gebe es kaum türkisch sprechende Journalisten als Vermittler. Genc bedauerte, dass das interkulturelle Radio Multikulti in Berlin wegen Sparmaßnahmen eingestellt würde. Dieses Schicksal, so wurde in der Diskussionsrunde deutlich, hat auch andere Programme für Nichtdeutsche ereilt.

Was bringt die Zukunft?
Recht unterschiedlich schätzten die drei Medienvertreter die Situation in zehn Jahren ein: Helmreich hofft auf einen selbstverständlicheren Umgang der Menschen untereinander. Genc zeigte sich dagegen skeptisch: „Ich werde Ausländer bleiben, und wir werden uns hier wieder treffen.” Forster setzt auf mehr Integration von nichtdeutschen Kindern an den Schulen und möchte weiterhin über Brücken berichten.

Hayal Düz / Susanne Hollmayer

Letzte Aktualisierung: Di. 10. 06. 2008. 14:55 Uhr (GaHo)
Schaufenster
Offene Seminare
Jeweils Freitag/Samstag:
Jahresprogramm Seminare 2017 (PDF)
Events
Bis 31. März beim Alternativen Medienpreis bewerben

Kalender für 2017

Fachtagung Journalistik: Reduktion von Komplexität, 16.-17.2.17

Münchner Nacht des Menschenrechtsfilms, 8.2.17

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis, 10.12.2016

Die Journalistenakademie auf den Medientagen München, 25.-27.10.

64. Mediengespräch: Haben unsere Medien Migrationshintergrund?, 19.10.2016

Preisverleihung zum Alternativen Medienpreis, 13.5.

63. Mediengespräch: Hoaxes, Fakes, Fälschungen, 4.5.

Wikipedia Foto-Workshop, 8.-10.4.2016

Das war die DGPuK-Jahrestagung, 30.3.2016

Fürs neue Jahr: Kalender 2016

62. Mediengespräch: Frauen in Medienberufen, 18.11.

61. Mediengespräch:
Social Media für Journalisten, 1.10.

Fotos vom Sommerfest: 15 Jahre Journalistenakademie

Alternativer Medienpreis: Preisverleihung, 22.5.

60. Mediengespräch:
Zukunft des Journalismus, 1.4.

Fachkonferenz Journalistenausbildung, 3.3.

Lange Nacht des Menschenrechts-Films, 28.1.2015

Erinnerung an jüdisches Leben in Neuhausen:
Weiße Koffer

100 Jahre Maxim-Kino

Abschlussprojekt Online-Publishing: www.pressearbeit-praktisch.de

Eine Eins für die Journalistenakademie