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Mit Suchmaschinen gefunden werden


Die beliebteste Suchmaschine ist derzeit mit knapp 90 Prozent Marktanteil Google. Unter dem Punkt „Suchmaschinen” listet das „Webbarometer” von www.webhits.de zum selben Zeitpunkt Bing als zweitbeliebteste auf « allerdings mit einem Marktanteil von weniger als drei Prozent. Wer im Internet mit einem Webangebot gefunden werden will, kommt an Google nicht vorbei.

Wie oft andere Seiten auf eine bestimmte Seite verlinken, hat Google als erste Suchmaschine einbezogen, nach dem Motto: Was viele gut finden, kann nicht ganz verkehrt sein. Das Ergebnis ist frappierend: Fast immer liefert Google ausgezeichnete Ergebnisse aus halbwegs vertrauenswürdigen Quellen. Wer für das Internet schreibt, muss also darauf achten, dass seine Texte via Google gefunden werden.

Wie Google genau funktioniert, ist letzten Endes wie bei jeder Suchmaschine Betriebsgeheimnis. Das Unternehmen gibt unter der Rubrik „Google für Webmaster” jedoch allerhand Ratschläge, was zu einem guten Ranking auf den ersten Plätzen verhilft und was nicht. Unter den ersten zehn Treffen bei Google zu stehen, ist ein ganz gutes Ranking. Nur, nach welchem Begriff suchen die Leute? Wenn die Autorin dieses Buchs mit Google nach ihrem Namen sucht, findet sie sich ganz oben – kein Kunststück. Denn wie viel Konkurrenz wird es bei diesem Namen geben? Und noch wichtiger: Wer wird schon nach „Hooffacker” suchen (außer weiteren Trägern dieses Namens)? Viel interessanter wäre in meinem Fall, dass bei der Suche nach „Online-Journalismus” die Website zu diesem Buch unter den ersten zehn Treffern zu finden ist. Das klappt oft, ändert sich aber immer mal wieder – probieren Sie es aus.

Kann man Google kaufen? Nein, der Verlag hat nicht dafür bezahlt, dass dieses Buch ziemlich weit vorn bei den Google-Treffern auftaucht. Bezahlt wird allerdings dafür, dass bestimmte Fundstellen, farblich etwas abgesetzt, an erster Stelle stehen. Deshalb steht über diesen Treffern auch das Wort Anzeige. Das selbe gilt für die Fundstellen rechts am Rand. Dahinter verbirgt sich bei Google eine Werbemöglichkeit über Schlagwörter namens Adwords, vgl. adwords.google.com.
Wie man hingegen unter den ersten zehn Treffern bei Google gelistet wird, ist ein Handwerk, bei dem Text eine große Rolle spielt. Es hört auf den Namen Search Engine Optimization (SEO), auf deutsch etwas unelegant Suchmaschinenoptimierung.

Suchmaschinenoptimierung ist keine Hexerei. Suchmaschinen wie Google versuchen mit ihren Bewertungsalgorithmen das Leseverhalten der Nutzer abzubilden. Dazu bedienen sie sich diverser Hilfskonstruktionen. Kommt ein Begriff nicht nur einmal auf einer Webseite vor, sondern öfter? Steht er eher weiter vorn? Kommt der gesuchte Begriff vielleicht sogar in der Überschrift vor? Wenn es mehrere Begriffe sind, die gesucht werden: Stehen diese Begriffe nah beieinander anstatt weit auseinander? Wird die Seite ab und zu aktualisiert? All dies sind - neben der guten Verlinkung - für eine Suchmaschine Anzeichen dafür, dass die entsprechende Webseite ziemlich einschlägig für den gesuchten Begriff ist.
Wie sie die einzelnen Kriterien gewichten, darin unterscheiden sich die Suchmaschinen. Daher liefern sie leicht voneinander abweichende Suchergebnisse. Webseiten verändern sich ständig, und damit auch das Ranking – deshalb kann man sich nie allzu lang auf den Lorbeeren eines einmaligen guten Rankings ausruhen.

Wie funktioniert eine Suchmaschine? Grundlage jeder Suchmaschine ist eine ziemlich große Datenbank. Deren Datenbestand kommt dadurch zustande, dass zum einen ein Programm, ein Crawler oder Robot, das World Wide Web durchsucht. Sobald er einen Link auf eine weitere Seite findet, folgt er diesem und nimmt auch die neue Seite in seinen Bestand auf. Der Inhalt der Seite wird für den Index ausgewertet. Die Suchmaschinen führen grundsätzliche eine Volltext-Recherche durch. Das heißt, alle Wörter, die auf den Webseiten vorkommen, werden aufgenommen und indiziert. Wer eins dieser Wörter in seine Suchanfrage eintippt, erhält an irgendeiner Stelle auch den Hinweis auf diese Seite.
Meist ist es gar nicht notwendig, die eigene Website bei der Suchmaschine anzumelden – was nichts kostet und ganz einfach geht. Doch dafür zu sorgen, dass der Robot oder Spider von Suchmaschine oder Katalog die eigene Homepage bei seinen Routine-Touren durchs Web findet, ist nur der erste Schritt.

Eine sprechende Domainadresse ist das A und O. Wohl dem, der frühzeitig aussagekräftige Adressen wie www.zeit.de, www.spiegel.de, www.frauenbund.de oder www.verbraucherzentrale.de ergattert hat. Solche Wörter können sich Menschen besser merken als www.vzbv.de oder www.kdfb.de. Wer nur über eine solche Adresse verfügt, ist gut beraten, sich noch eine verständlichere Adresse hinzu zu definieren.

Das Wesentliche steht im Titel. Dieser technische title ist nicht identisch mit der Überschrift des Beitrags auf der Webseite. Sie finden ihn, wenn Sie in Ihrem Browser oben in die blaue Statuszeile sehen. Die meisten CMS erlauben, diesen Titel händisch einzugeben. Wenn der gesuchte Begriff hier vorkommt, wird er beim Ranking bevorzugt. Sollte bei Ihnen nur „Home” stehen, besteht Handlungsbedarf.

Was steckt dahinter? Webseiten werden mit einer Standardsprache namens HTML geschrieben und teilen sich in einen sichtbaren (body) und einen unsichtbaren Teil (head) auf. Werfen wir einen Blick auf den HTML- oder Quelltext einer beliebigen Seite: Im Kopf oder »head« des HTML-Dokuments finden Sie immer eine Zeile, die mit beginnt und mit endet. All diese Befehle in spitzen Klammern werden englisch »tag« (Plural: tags) genannt. Darauf, was dazwischen steht, möchten wir Ihre Aufmerksamkeit lenken: Denn diese Zeile wird von den Suchmaschinen bevorzugt ausgewertet.
Angenommen, eine Firma bietet Seminare zu Zeit- und Projektmanagement an. Dann sollte nicht nur das Wort »Seminar« im Titel vorkommen, sondern auch ein treffendes Schlagwort zum Inhalt der Seminare, beispielsweise »Zeitmanagement«. Der Robot wertet diese Schlagwörter aus und die Suchmaschine berücksichtigt sie beim Ranking.

Kommt der Begriff in der Überschrift vor? Im HTML-Code werden Überschriften ebenfalls mit einem „Tag” ausgezeichnet. Die Suchmaschine gewichtet, was zwischen Überschriften-Tags steht, höher als einfachen Text. Eine treffende, journalistisch formulierte Überschrift hilft also auch bei der Suchmaschinen-Optimierung. Ähnliches gilt für Fettgedrucktes (für die Suchmaschine ebenfalls durch HTML-Tags erkennbar), Bildunterschriften und die sogenannten Alternativ-Tags, die bei Bildern angezeigt werden, wenn man mit dem Mauszeiger drauf geht.

Futter für die Datenbank: Meta-Stichworte. Auch zum Autoren und zum Inhalt kann man der Suchmaschinen-Datenbank gezielt Informationen zukommen lassen. Das Titel-Tag haben wir bereits kennen gelernt. Hinzukommen Tags, die festlegen, was direkt in die Datenbank übernommen werden kann, sogenannte Meta-Tags. Bei Stefan Karzauninkat, dem Verfasser der »Suchfibel«, finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Tags (wwww.suchfibel.de).
Vorsicht, Falle: Google mag es nicht, wenn Sie Schlagworte als Keyword in den Metatags eintragen, die mit dem Text nichts zu tun haben!

Wie findet man die richtigen Schlagwörter? Mehr dazu im Buch Online-Journalismus. Texten und Konzipieren für das Internet, 3. Aufl. Berlin 2010

Weiterführende Links:
Suchfibel von Stefan Karzauninkat
Google für Webmaster
Google Trends
Google Analytics

Letzte Aktualisierung: So. 07. 11. 2010. 10:41 Uhr (GaHo)
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